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Das Benefizium
Jüngst durfte ich im Grazer Heimatsaal für ein Madagaskar-Projekt der Grazer Rotary-Clubs benefizen. Die erste Halbzeit durfte ich gestalten, dann waren Gerhard Ernst & Günther Fruhmann an der Reihe.
Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, man unterhielt sich gut und nach Abzug der Saalmiete blieben über 10.000 Euro für das Madagaskar-Projekt übrig.
Vor ein paar Jahren durte ich im selben Saal für die Grazer Lions-Clubs benefizen. Ergebnis: gut 15.000 Euro Erlös für verschiedene caritative Projekte.
Im Lauf der Jahre habe ich gut und gern ein Eigenheim erbenefizt.
Einerseits erfreulich, anderseits höchst problematisch. Nachdem unser ausgeplündertes Gemeinwesen, der Staat, Hilfe für Notleidende immer weniger leisten kann und will, sollen wir Künstler in die Bresche springen und benefizen, dass es nur so raucht. Die Anfragen häufen sich, aber wir bringen bestenfalls einen Tropfen auf die heiße Herdplatte.
Das ist unendlich mehr als nichts, aber naturgemäß zu wenig.
Was tun? Aus Protest nicht mehr benefizen? Nein. Aber die Verantwortlichen, d.h. uns deutlich daran erinnern, dass das nicht gut gehen kann.
Bis dahin spielt unsereiner nach dem Motto:
Ich weiß es und Du weißt es: Gebenefizt sei die Frucht meines Geistes. Amen.
Herzlich



